Messestand der ArGe Bayern e.V., gegr. 1997, bei der Internationalen-Briefmarkenmesse in Sindelfingen vom 28. - 30. Oktober 210
Auf den zweiten Blick allerdings erschließt sich der wahre Wert einer solchen Veranstaltung. Es wurden viele hochinteressante Gespräche geführt. Wir konnten einigen interessierten Besuchern die Arbeit der ArGe Bayern näher bringen. Was schließlich auch ein Neumitglied zum Ergebnis hatte. Der Rundbrief wurde zum Teil intensiv durchgesehen, durchwegs mit Erstaunen ob der Qualität und Vielfalt der Themen. Direkt erworben wurde er leider nicht, aber es wurden doch einige Bestellvordrucke mitgenommen. Hier ist abzuwarten, ob sich der ein oder andere Interessent im Nachgang der Messe noch entschließen kann, Mitglied oder Abonnent zu werden.
Einige konkrete Anfragen über die Interpretation von Belegen, Farbunterschiede von Kreuzermarken und Echtheit, bzw. Wertigkeit von Marken konnten zur Zufriedenheit beantwortet werden. Dies gelang uns auch durch die Mithilfe kompetenter ArGe-Mitglieder, die unseren Stand (und uns) immer wieder als Anlaufstelle besuchten. So hatten wir das Glück, dass zum Zeitpunkt schwierigerer Anfragen (man kann ja nicht alles wissen) jeweils ein Fachmann aus unserem Kreis anwesend war. Glück muss man haben! Wir konnten uns somit als kompetente und zuverlässige Anlaufstelle präsentieren.
Fazit:
Ein Messestand der ArGe Bayern darf auf der Sindelfinger Briefmarkenmesse nicht fehlen. Die Gelegenheit, unsere Arbeit dem interessierten Besucher näher zu bringen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen ist äußerst wichtig. Ich bin überzeugt, dass sich bei regelmäßiger Beteiligung an der Messe die Besucherzahl an unserem Stand weiter erhöht und auch das ein oder andere Samenkörnchen, das wir gepflanzt haben aufgeht und unseren Verein nachhaltig bereichert.
Armin Rüppel
Herbsttreffen der ArGe Bayern in Dillstädt vom 10. - 12. September 2010
24 Sammlerfreunde und einige Partnerinnen kamen in den Distelhof, um sich übers Wochenende der Philatelie zu widmen.
Ein besonderer TOP war der Besuch des Meininger Dampflokwerkes, deutschlandweit das einzige Werk, das Dampfloks noch instand setzen kann. Interessant war dort zu erfahren, dass die tragenden Teil des „Adlers“-Nachbaus von 1935 aus einer mit Blech verkleidenden Holzkonstruktion besteht, nur der Dampfkessel ist aus Stahlblech. Der Adler-Nachbau war 2005 bei einem Brand im Verkehrsmuseum in Nürnberg nebst zwei Personenwagen vernichtet worden. Den rekonstruierten Nachbau des „Adlers“ im Bahnhof Fürth, wurde 2007 durch das Dampflokwerk Meiningen ausgeführt.
Auch wir Mädels haben vom Herbsttreffen der ArGe Bayern in Dillstädt vom 10. - 12. September 2010 positive Eindrücke mit nach Hause genommen. So hatten wir uns am Freitagabend zusammen gesetzt, viel gequasselt und beratschlagt, welche Aktivität wir fürden nächsten Tag vornehmen. Es standen etliche Vorschlägezur Auswahl: Stadtführung in Suhl; Besuchdes botanischen Rennsteiggartens in Oberhof; Führung im Schloss Elisabethenburg in Meiningen; sowie die Stadtbesichtigung in Schmalkalden mit Schloss- und
Museumsbesuch. Wir hatten uns für die letztere Variante entschieden (trotz massiven Abratens des Vorsitzenden, der dazu meinte, dass diese Stadt nichts zu bieten hätte). Da sich zwei Damen für die Teilnahme an der Besichtigung im
Dampflok-Werk entschieden hatten, sind wir vier Verbliebenen am Samstag früh losgefahren. Mit Infomaterial bestens ausgestattet und unter fachmännischer Navigierung von Monika Holzmayr sind wir ohne Probleme in Schmalkalden angekommen. Bekannt ist Schmalkalden insbesondere durch den
1531 unter der Mitwirkung des Landgrafen Philipp des Großmütigen von Hessen während des Konvents in Schmalkalden geschlossenen Schmalkaldischen Bundes, in dem sich die protestantischen Reichsstände zusammenschlossen, nachdem Kaiser Karl V. auf dem Augsburger Reichstag 1530 die Confessio Augustana, d. h. das protestantische Glaubensbekenntnis, abgelehnt
hatte. 1546/47 gipfelten die Auseinandersetzungen zwischen dem Bund und dem Kaiser im Schmalkaldischen Krieg.
Hier waren wir von der über 1130 Jahre alten Stadt beeindruckt. Es gab viel zu entdecken, den mittelalterlichen Stadtkern mit seinen Fachwerkhäusern, alles bestens restauriert. Dann wurde uns sogar die Pforte der Stadtkirche St. Georg geöffnet. Eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen (1437 - 1509 erbaut), Predigtstätte Martin Luthers 1537, Taufstein von 1560, Türmerstube, Dachreiter mit Stadtuhr und gotischer Sonnenuhr. Anschließend begaben wir uns auf unsere individuelle Stadtführung: Historische Häuser, pittoreske Häuserfassaden, imposante Verkaufsläden sowie ein „Must have“ ein Buchladen: hier sind wir, wie schon letztjährig in Meiningen, wieder fündig geworden. Ein Highlight lag noch vor uns: Schloss Wilhelmsburg, das Juwel unter den Renaissance-Schlössern Deutschlands. Erbaut 1585 - 1590 unter Wilhelm IV.
Hier bestaunten wir: farbenprächtige Wandmalereien, Ausstellung zu Reformation und Renaissance. Beeindruckend waren für uns die Kapelle, sowie der Weiße Saal. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Tischkultur von damals sahen, da hieß es, 10gängiges Menü bei Festmahlen, und eingedeckt war
die Tafel mit Besteck: Messer und Gabel, für die damalige Zeit beachtlich. „Ach, einmal hier Schlossherrin sein - das wär’s!“ Auch fanden wir die zeitgenössische Ausstellung der Spielwaren, Bücher und Fahrzeuge in der BRD und DDR sehr interessant.
Zusammenfassend waren wir uns einig, beim Frühjahrstreffen 2011 in Postbauer-Heng wollen wir uns wieder treffen und ein Mädel-Programm durchführen. Vielleicht dann mit Verstärkung neuer bzw. nicht verhinderter Phila-Partnerinnen.
Es grüssen die Phila-Damen
Christiane Rüppel, Monika Holzmayr, Gabriele Ullmann und Inge Hartmann





